Gemeinsame Sitzung der UV-Vorstände ZPV und TS vom 17.10.2025

Medienstelle ZPV:

Einmal jährlich treffen sich die Vorstände vom ZPV und TS zum gemeinsamen Austausch.
Diesmal startete das Rahmenprogramm mit einer spannenden Besichtigung der
Depotanlage der Pilatusbahn in Alpnachstad. 1889 wurde Eduard Locher’s Idee, eine Bahn
auf den Pilatus zu bauen, Realität, doch in einem ersten Schritt lediglich bis zu dem Punkt,
wo die maximalste Steigung vom 48% überwunden war. Es galt zu beweisen, dass die
Technik mit horizontal drehenden Zahnrädern auch tatsächlich funktionierte. Die Vision
erwies sich als realisierbar, denn die Dampftriebwagen schafften das scheinbar Unmögliche,
und die Stimmen der vielen Skeptiker konnten beruhigt werden. Somit durfte auch der
restliche Teil der Strecke mit grossem Pioniergeist auf den Pilatus gebaut werden. Am 4.
Juni 1889 wurde die Pilatusbahn eröffnet und fährt seither zuverlässig Passagiere auf den
Berg und wieder zu Tal. Im Mai 1937 wurde der Betrieb elektrifiziert und seit dem Juni 2023
sind moderne Personentriebwagen im Einsatz, doch nach wie vor finden
Sonnenaufgangsfahrten mit den nostalgischen Wagen statt. Im Verlaufe der Führung gab es
viele spannende Informationen, u.a. über die Herausforderungen, welche Wind und Wetter,
aber auch der Einsatz neuer Fahrzeuge mit sich bringen. Das Wissen langjähriger
Mitarbeiter ist gerade in einem solchen Betrieb von eminenter Wichtigkeit, und kann selbst
mit neuster Technologie und dem Wissen studierter Bahnbauer nicht vollumfänglich ersetzt
werden. Im Anschluss ging es mit der steilsten Zahnradbahn der Welt hoch auf den Pilatus.


Während der Fahrt gab es nebst spektakulärer Aussicht auf die umliegenden Berge und den
Vierwaldstättersee auch den Einsatz der genialen Gleiswender, sowie das
Ausweichmanöver von 4 Personentriebwagen eindrücklich beobachtet werden. Auf dem
Pilatus Kulm angekommen wurden wir sowohl kulinarisch, wie auch von der Sonne herrlich
verwöhnt. Nebst dem kam jedoch ebenso der Austausch nicht zu kurz, zumal beiden
Unterverbänden in Anbetracht des grossen Spardrucks, der entsprechenden
Herausforderungen, laufenden BAR-Verhandlungen und Reorganisation die Themen
längstens nicht ausgehen. Nachdem alle Traktanden abgehakt waren, ging es auf der
Krienser-Seite mit einem letzten Zwischenstopp auf der Fräkmüntegg wieder talwärts und
somit zurück in den Nebel. Nach diesem spannenden Tag und Petrus’ Glanzleistung konnte
jedoch nichts unsere gute Laune trüben. Ein herzliches Dankeschön geht an die
Organisatoren und dem Personal der Pilatusbahnen für die Einblicke in den Betrieb und den
Erfahrungsaustausch.